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Hinterland

Strategiespiele sind nicht nur im Internet beliebt. Auch als Brett- oder Kartenspiel können sie für jede Menge Spielspaß sorgen. Zu den wirklich gelungenen Vertretern eines Strategie-Kartenspiels gehört Dominion. Es wurde 2009 als Spiel des Jahres gekürt und mit weiteren Auszeichnungen, wie dem deutschen Spielepreis geehrt.

Der Grundgedanke hinter diesem Spiel ist leicht nachzuvollziehen. Man ist König und es ist fast wie im richtigen Leben, das was man hat, das reicht einem nicht aus. Jeder Spieler will mehr. Mehr Land, mehr Reichtum, einfach mehr von allem. Das wollen natürlich alle Mitspieler. Und so kommt, was kommen muss: Reihum wird mit den 500 Karten versucht, das eigene Königreich auszubauen und zu erweitern. Am Ende hat derjenige König gesiegt, der die meisten Punkte sammeln konnte.

Wenn ein Spiel gut ankommt, dann erscheint bald eine Erweiterung auf dem Markt. So war es auch bei Dominion. Neben einer zweiten Edition erschien im Oktober 2011 die derzeit aktuellste fünfte Erweiterung mit dem bezeichnenden Namen Hinterland. Hier geht es nämlich um die Regionen, die hinter dem eigenen Reich eines jeden Königs liegen. Mithilfe von 26 Königreichskarten kann man in fremde Regionen vordringen. Wer immer eine solche Karte bekommt, der bringt Bewegung ins Spiel. Unter anderem kann eine Karte mit der Bezeichnung „Blutzoll“ auch Flüche an die anderen Mitspieler auslösen. Mit der Karte „Seidenstraße“ wird dagegen die Anzahl der Siegerpunkte erhöht.

Das Grundthema der Erweiterung Hinterland liefert die Exotik. So findet man hier jetzt neben der Seidenstraße auch Oasen, Gewürzhändler, Nomandencamps und vieles andere. Fast die Hälfte aller Karten enthält eine Anweisung die mit “Wenn Du diese Karte erhältst” beginnt. Natürlich geht es dabei um Geld, Silber und Kupfer, welches die anderen Spieler erhalten oder man selber bekommt. Inzwischen gibt es auch Katzengold, das man nicht ganz so leicht entsorgen kann. Nur wenn ein anderer Mitspieler eine Provinz gewinnt, dann ist man den falschen Glimmer los. Beim Mandarin muss man dafür die Geldkarten, die man in der Hand hat, auf den Nachziehstapel legen. So geht es hin und her. Fruchtbares Land bedeutet unter anderem, dass man sich eine Karte nehmen darf, die genau 2 Geld mehr kostet, als die Karte, die man gerade entsorgt hat. Wer den Lebenskünstler erhält, der darf nicht nur richtig zulangen, sondern bekommt auch noch Silber. Außerdem darf er sich die oberste Karte von seinem Nachspielstapel ansehen und entscheiden, was er damit macht. Wer diese Erweiterung spielen will, der sollte also schon wissen, was er tut.

Immerhin kann man innerhalb des Spieles auf 16 Aktionskarten treffen. Es gibt zwar nur drei neue Angriffskarten, aber Spannung und Spielspaß lassen sich davon nicht beeinflussen. Hier macht es wie immer die Mischung. Und die ist gut.
Dominion Hinterland ist eine gelungene Erweiterung für alle Dominion-Spieler, die bereits mit allen Spielzügen vertraut sind. Die Anweisungen auf den Karten werden komplexer und so ist die Erweiterung nicht nur in der Anzahl der Karten zu messen, sondern auch in der Steigerung der Möglichkeiten bei der Interaktion der Spieler. Die einheitliche Meinung von eingefleischten Dominion-Fans lautet: Diese Erweiterung ist ein Muss.